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BR-DE-15: „Buyer reference (BT-10) muss übermittelt werden“

Kurz gesagt: Ihre Rechnung an eine Behörde wurde abgewiesen, weil die Leitweg-ID fehlt. In der Norm heißt das Feld Buyer reference und trägt die Nummer BT-10. Ohne gültigen Wert nimmt keine öffentliche Stelle die Rechnung an.

Was die Regel wörtlich sagt

Der offizielle KOSIT-Prüfregelsatz formuliert BR-DE-15 so:

Das Element „Buyer reference“ (BT-10) muss übermittelt werden.

Quelle: KOSIT, EN16931-Validierung (Schematron) für XRechnung

Es ist eine Fehlerregel, keine Warnung. Die Rechnung gilt als nicht konform und wird vom Rechnungseingang der Behörde zurückgewiesen, nicht nur bemängelt.

Warum das die Leitweg-ID ist

BT-10 heißt in der Norm neutral „Buyer reference“, weil die EN 16931 europaweit gilt. In Deutschland füllt die öffentliche Verwaltung dieses Feld mit der Leitweg-ID: einer Kennung, über die die Rechnung intern an die zuständige Stelle geroutet wird.

Sie bekommen die Leitweg-ID vom Auftraggeber, meist im Auftrag, in der Bestellung oder in den Vergabeunterlagen. Sie lässt sich weder erraten noch selbst bilden.

Aufgebaut ist sie als Grobadressierung-Feinadressierung-Prüfziffer, zum Beispiel 04011000-12345-67. Der erste Block identifiziert die Körperschaft.

Wo das Feld technisch steht

Je nach Syntax liegt BT-10 an unterschiedlicher Stelle.

UBL (XRechnung UBL), direkt unter dem Wurzelelement Invoice:

<cbc:BuyerReference>04011000-12345-67</cbc:BuyerReference>

CII (XRechnung CII, ZUGFeRD), innerhalb von ApplicableHeaderTradeAgreement:

<ram:BuyerReference>04011000-12345-67</ram:BuyerReference>

Ein häufiger Irrtum: Die Leitweg-ID gehört nicht in das Bestellnummernfeld (BT-13, Purchase order reference) und nicht in den Verwendungszweck. Beide werden von BR-DE-15 nicht geprüft, und die Behörde ordnet die Rechnung dann trotzdem nicht zu.

So beheben Sie es

  1. Leitweg-ID beim Auftraggeber erfragen, falls sie nicht in den Unterlagen steht.
  2. Im Rechnungsprogramm im Feld „Leitweg-ID“ oder „Buyer reference“ eintragen. Kennt Ihre Software dieses Feld nicht, kann sie keine normkonforme XRechnung an Behörden erzeugen.
  3. Vor dem Versand erneut validieren. Eine leere Zeichenkette zählt nicht als übermittelt: das Element muss vorhanden und gefüllt sein.

Zum Gegenprüfen können Sie die Datei in den XRechnung-Viewer ziehen. Er zeigt die Leitweg-ID unter den Kopfdaten an; steht dort ein Strich, ist BT-10 leer. Die Datei wird dabei nicht hochgeladen.

Hinweis: Dieser Ratgeber gibt einen allgemeinen Überblick (Stand: August 2026) und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für Ihren konkreten Fall wenden Sie sich bitte an Ihre Steuerberatung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was bedeutet BR-DE-15?

BR-DE-15 ist eine Prüfregel aus dem KOSIT-Regelsatz für XRechnung. Sie verlangt, dass das Element „Buyer reference“ (BT-10) übermittelt wird. In Deutschland steht dort bei Rechnungen an die öffentliche Verwaltung die Leitweg-ID.

Brauche ich eine Leitweg-ID auch für B2B-Rechnungen?

Nein. Die Leitweg-ID ist ein Routing-Merkmal der öffentlichen Verwaltung. Bei Rechnungen an Unternehmen ist BT-10 in der Regel nicht erforderlich, außer Ihr Kunde verlangt ausdrücklich eine Referenz in diesem Feld.

Wo bekomme ich die Leitweg-ID her?

Vom Auftraggeber. Sie steht üblicherweise im Auftrag, in der Bestellung oder in den Vergabeunterlagen und lässt sich nicht selbst berechnen.

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